Wittenhofen und Mennwangen werden im Jahre 1134 erstmals urkundlich erwähnt. Wittenhofen gilt als Ausbauort der Merowingerzeit zwischen Unter- und Obersiggingen. Die ortsadligen Herren von Wittenhofen, als deren letzte Vertreter die Brüder Hermann, Konrad und Heinrich von Wittenhoven bekannt sind (1324), saßen auf der Burg Falkenstein über der Falkenhalde. Auch in Lellwangen (1213 bis 1359), Mennwangen (1138 bis ca. 1360) und Harresheim ist jeweils ein Ortsadel nachgewiesen. Wittenhofen wird bereits 1275 als eigene Pfarrei bezeichnet, Lellwangen 1452. Später gehörten Wittenhofen, Harresheim und Wendlingen zur Pfarrei Roggenbeuren, während Mennwangen dessen Kirche 1361 erstmals erwähnt wird, Filialkirche von Untersiggingen war. Vor allem im 13. Jahrhundert erwarb das Kloster Salem verschiedene Besitzungen in den einzelnen Orten.
Die Herrschaft übten jedoch die Grafen und späteren Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg aus. Das 1560 genannte Amt Wittenhofen fasste die Heiligenberger Dörfer und Wohnplätze zusammen, die durch das Überlinger Amt Untersiggingen getrennt waren. Mit Heiligenberg kam Wittenhofen 1806 an Baden, zählte von 1813 bis 1824 zum badischen Bezirksamt Meersburg, danach zum Amt Heiligenberg, von 1850 bis 1857 zum Bezirksamt Salem und nach 1857 zum Bezirksamt und späteren Landkreis Überlingen. 1925 wurde Wiggenweiler nach Bermatingen und Rimpertsweiler nach Oberstenweiler eingegliedert. Mit fünf weiteren Gemeinden schloss sich Wittenhofen am 1. Januar zur neuen Gemeinde Deggenhausertal zusammen, deren Verwaltungsmittelpunkt Wittenhofen heute ist.


wittenhofenIn Blau, von einem im Wolkenschnitt von Silber und Blau geteilten Bord umgeben, ein blauer Wellenschrägbalken

Wappenbeschreibung:

Auf Vorschlag des Generallandesarchivs nahm die damalige Gemeinde Wittenhofen im Jahre 1902 ein Wappen an, dessen Wolkenbord an die frühere Obrigkeit erinnert: alle Dörfer und Wohnplätze der Altgemeinde gehörten bis zum Übergang an Baden im Jahre 1806 zur Fürstenbergischen Landgrafschaft Heiligenberg.
Der Wellenschrägbalken symbolisiert die Deggenhauser Aach, die bei Wittenhofen, von Norden kommend, in westliche Richtung weiterfließt.
Als Siegel wurde das Wappenbild von der ehemaligen Gemeinde bereits im 19. Jahrhundert verwendet. Seit Wittenhofen Bestandteil der Gemeinde Deggenhausertal ist (1972), wird das Wappen amtlich nicht mehr geführt.

(aus: Wappenbuch Bodenseekreis)

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