Homberg wird im Zusammenhang mit der Kirche in Oberhomberg im Jahre 1191 erstmals urkundlich genannt. Die adlige Familie der Herren von Homberg, die zwischen 1171 und 1364 bezeugt ist, gehörte zuletzt dem Pfullendorfer Bürgertum an. Ob diese Edelherren allerdings von unserem Homberg stammen oder sich danach nannten, wie verschiedene Quellen glaubhaft versichern, ist nicht eindeutig erwiesen.
Nachgewiesen ist demgegenüber die Existenz der adligen Familie von Limpach in der Zeit zwischen 1171 und 1380. Reste ihrer Burg auf dem „Schloßbühl“ südwestlich von Benistobel sind heute noch zu finden.
Im 13. Jahrhundert waren die Klöster Weingarten und Salem im Gebiet der früheren Gemeinde Homberg begütert. Die Herrschaftsrechte hatten wohl von alters her die Grafen von Heiligenberg inne. Homberg und Limpach bildeten seit dem 16. Jahrhundert ein Heiligenberger Amt. Mit Heiligenberg kam Homberg 1806 an Baden und gehörte seit 1813 zum badischen Bezirksamt Meersburg. Zwischen 1824 und 1849 zählte die Gemeinde Homberg zum fürstenbergischen Amt Heiligenberg und seit 1857 zum Bezirksamt (seit 1937 Landkreis) Überlingen.
Am 1. Januar 1972 gab Homberg seine Selbstständigkeit zugunsten der neu gebildeten Einheitsgemeinde Deggenhausertal auf.

 
hombergIn Rot zwei goldene Schrägbalken

Wappenbeschreibung:
Das Rittergeschlecht der Herren von Homberg führte einen roten Schild mit zwei goldenen Schrägbalken sowie einen von Silber und Schwarz gespaltenen Flügel als Helmzier.

Ob die Herren von Homberg, die zwischen 1171 und 1364 Träger dieses Wappens waren, tatsächlich aus Homberg am Höchsten stammten, kann nach heutigem Stand der Forschung nicht eindeutig gesagt werden.
Das Badische Generallandesarchiv hegte dagegen keine Zweifel, als es der damaligen Gemeinde Homberg im Jahre 1902 dieses Wappen als Gemeindewappen vorschlug. Die Gemeinde nahm den Vorschlag an und führte das Wappen der Herren von Homberg bis zur Bildung der neuen Gemeinde Deggenhausertal am 1. Januar 1972.

(aus: Wappenbuch Bodenseekreis)