Dem Projekt „Blühendes Deggenhausertal“ konnte, in Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Unternehmen Maria Stark, Naturnahe Gärten und Gastón Vacaflores, Pachamama, neue Starthilfe gegeben werden. So wurde die Querungshilfe in Wittenhofen im Stil eines Steingartens mit heimischen Blumen angelegt und bepflanzt. Echte artenreiche Steingartenanlagen mit heimischen, bunt blühenden Blumen sind wertvoll und nicht zu vergleichen mit den modernen artenarmen Stein- oder Schotterwüsten. Die ökologisch wertvolle und artenreiche Pflanzplanung erfolgte in Anlehnung an unsere echten, heimischen Wildblumenwiesen und artenreichen Trocken- und Magerstandorte.

Als weitere Versuchsfläche legten unsere Bauhofmitarbeiter eine Blühfläche in Untersiggingen, Ortsausgang Richtung Mennwangen, an. Die verwendete Saatgutmischung „Blühende Landschaft Süd“ ist eine insektenfreundliche, mehrjährige Blühmischung aus über 50 einheimischen Wild- und Kulturpflanzen für die Region Süddeutschland. Die Mischung ist für Acker- und Beetflächen geeignet und für eine Standzeit von etwa fünf Jahren konzipiert.

In der Gemeinde bestehen schon seit mehreren Jahren weitere Flächen die sich unterschiedlich entwickelt haben. Bereits im letzten Jahr wurde die Pflege umgestellt und teilweise Saatgut aufgebracht – wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt!

 Deutschlandweit setzen sich Städte und Gemeinden mehr und mehr für ökologisch wertvolle öffentliche Grünflächen ein. Alle zusammen leisten auf diese Weise ihren Beitrag für mehr Biodiversität im Siedlungsgrün und wirken auf diese Weise auch als Vorbild für Besitzer privater Gärten. Heimische Wildpflanzen sind Lebensgrundlage für unsere wertvolle heimische Fauna, wie Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten. Sie alle wiederum sind nicht nur wertvoll für eine intensive Bestäubung unserer Obstanlagen sondern bilden auch die Nahrungsgrundlage für Vögel und viele andere Tiere. Das Zusammenspiel der verschiedenen Arten, die natürlichen Nahrungsketten, mit der Zeit entstandene Abhängigkeitsverhältnisse und Spezialisierungen sind das Ergebnis einer unglaublich langen Entwicklung, der sogenannten Evolution. Eine heimische Wildpflanze ernährt im Durchschnitt zehn heimische Tierarten, Kreuzdorn und Faulbaum - etwa 40-50 Tierarten (ausschließliche Raupenfutterpflanzen des Zitronenfalters!), Linden etwa 250-350 Arten, Eichen etwa 1000-1200 Arten.

Keine nicht heimische Pflanze oder züchterisch veränderte Sorte kann dies leisten!

Jeder Quadratmeter zählt. Deshalb unsere Bitte: Machen Sie mit und gestalten Sie Ihre

privaten Flächen ebenfalls ökologisch wertvoll!

Querung1April2019